Archive for the ‘VMware Fusion’ Category

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iMac schläft nicht mehr – VMware war schuld!

4. Januar 2010

Schon seit längerem hat mein iMac Einschlafprobleme. Auf ausdrückliche Aufforderung (Einschaltknopf drücken oder auf der Konsole shutdown -s now eingeben) legt er sich zwar brav zur Ruhe doch die Zeiten in den Systemeinstellungen, nach denen der Computer in den Ruhezustand gehen sollte ignorierte er hartnäckig.

Die genaue Durchsicht der Prozessliste in der Aktivitätsanzeige förderte einige suspekte Prozesse zu Tage. Ich beendete einen nach dem anderen und auf einmal legte sich mein iMac brav schlafen. Ich hatte natürlich die Zeit auf 1 Minute gestellt – im Endeffekt dauert es aber so ca. 5 Minuten ab der letzten Eingabe, dass sich der Computer in den Ruhezustand begibt.

Letztendlich war es bei mir eine ganze Reihe an vmnet-Prozessen, die verhinderten, dass der energiesparende Ruhezustand erreicht wurde. Diese stammten von meiner VMware-Fusion Installation (Version 2.x). Da ich ohnedies auf die neue Version 3.0 aktualisieren wollte entfernte ich VMware Fusion 2.0 (mit dem Deinstallationsprogramm das bei dem Programmpaket (DMG) dabei ist.) Und siehe da, der Computer ging brav schlafen und auch nach der Installation der Version 3.0 ist das noch so. Heureka!

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NetApp-Simulator für Mac OS X

9. April 2008

Den NetApp-Simulator in Mac OS X verwenden

Im Zuge der Entwicklung von Nagios Plugins für NetApp Speichersysteme, benötigte ich den NetApp Simulator um diese Plugins entwicklen und testen zu können. Da ich hier zur Zeit keinen Linux-Rechner betreibe entschied ich mich auf meinem iMac einen virtuellen Linuxserver zu installieren und dann dort den Simulator laufen zu lassen.

Beim Download des Simulators war eine Anleitung von Paul Hargreaves beigepackt die eine Installation des Simulator auf Windows (als Gastbetriebssystem) und dann einem Ubuntu 6.01 Desktop in einer VM beschreibt. Diese Anleitung ist an sich nicht schlecht, passte aber nicht ganz auf meine Anforderungen:

1. Habe ich OS X und nicht Windows, daher verwende ich VMware Fusion

2. Möchte ich nicht einen Desktop (mit GUI, …) installieren, wenn ich eigentlich nur einen Server brauche. Obendrein hätte ich die die Server-VM fix und fertig vorbereitet gehabt.

Also entschied ich mich für folgendes: Max OS X 10.5, VMware Fusion 1.1.1 und Ubuntu Server 6.01 LTS, NetApp Release 7.2.4 (Simulator).

Überblick:

  1. Einrichten des Gastsystemes
  2. VMware einrichten
  3. Installation Linux Server in der VM
  4. Installation des Simulators

Gastsystem einrichten

Am Mac OS X ist nichts speziell zu tun ausser VMware Fusion zu installieren. Die aktuelle Version (s.o.) läuft gut auf Leopard – aber Vorsicht: Time Machine sichert erst ab der VMware-Fusion-Version 1.1.2 und wenn OS X 10.5.2  oder höher installiert wurde die VMs! Workaround: Gelegentlich ein ZIP von der VM machen – das wird dann gesichert. (Zippen natürlich nur, wenn die VM abgeschalten ist)

VMware einrichten

In meiner Umgebung gibt es einen DHCP-Server auf der Firewall, der für das interne LAN ca. 10 freie Adressen hat. Der springende Punkt war nun – im Gegensatz zur Dokumentation von Paul Hargreaves – die virtuellen Netzwerkkarten als bridged einzurichten. Nur so ist es möglich, dass von Seiten des Hostbetriebssystemes (also OS X) auf die IP und somit den Webserver des Simulator zugegriffen wird. Das ist z.B. nötig, um über die Weboberfläche des Simulators diesen zu konfigurieren.

Also richte ich zwei virtuelle Netzwerkkarten auf der VM ein (dazu muss das Gastbetriebssystem heruntergefahren werden) und beide werden über /etc/network/interfaces als DHCP-Clients konfiguriert. (Diese zweite Netzwerkkarte kann man sich auch sparen, dann bekommt man bei der Installation des Simulator eine Warnmeldung, dass der Simulator von diesem Server aus nicht zu nützen sei. Das mag sein, mir war das aber nicht wichtig, denn administrierbar war der Netapp-Simulator jedenfalls.)

Linux Server in der VM installieren

Ich hab eine schon früher vorbereitete Installation von Ubuntu Server verwendet. Auf Updates (apt-get upgrade) und VMware Tools habe ich verzichtet. Aber sehr wichtig: Es wird Perl benötigt, sonst kann man später keine Disken dem Simulator hinzufügen.

apt-get install perl

Dann kopiert man das Simulator-Tar auf die Linuxmaschine – mit z.B. scp. Wenn man dabei nicht noch den sshd am Linuxrechner installieren will (was mit apt-get install open-ssh-server möglich wäre) muss man am Mac den sshd aktivieren. Das läuft über die Systemeinstellungen -> Sharing -> „Entfernte Anmeldungen“ aktivieren.

Installation des Simulators

Siehe dem Simulator beigepackte Doku – hier nur ein paar Tipps:

./setup.sh

Im Folgenden sind die Default-Antworten ok. Lediglich die an sich unnötige Frage, ob man die Installation fortsetzen will muss natürlich mit yes statt no beantwortet werden.

Bei der Frage “ Which network interface schould the simulator use?“ habe ich dediziert eth2 angegeben.

Dann kann man wieder den defaults folgen.

Als Nächster Schritt ist der Simulator mit /sim/runsim.sh zu starten und einige Fragen zur Erstinstallation zu beantworten. Dabei schaltet der Simulator die NIC in den Promiscuity-Mode, was auch das Umschalten des Hostsystemadapters zur Folge hat, weswegen man von OS X um ein Adminpasswort gefragt wird. Das ist lt. NetApp Doku so gewollt und scheint mir auch einigermassen plausibel.

Etwas später kommt die Frage: „Please enter the IP adress for Network Interface ns0“. Hier wird dann eine vom DHCP-Server vorgschlagene Adresse als Default angegeben. Das ist ok, nur diese bitte aufschrieben, da wir sie gleich brauchen werden. Der Rest sollte klar sein, sobald man zur CIFS-Installation kommt kann man mit Ctrl+C abbrechen.

Zugriff auf die Weboberfläche vom Simulatir erfolgt dann über einen Webbrowser. Safari ist nicht mit dem Simulator kompatibel – ich habe Firefox verwendet:

http://<ip die der Sim über DHCP bekommen hat>

Dann Klick auf na_admin und root als User und das zuvor gesetzte Passwort eingeben. That’s it.