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Komplettsicherung der iMac-Systemplatte

20. September 2007

Mein Ziel war die komplette Systempartition eines iMac auf eine externe Platte zu sichern und so eine startfähige Harddisk zu bekommen, die jeden beliebigen Mac zu einer potentiellen Ersatz-Workstation macht. Im folgenden Artikel beziehe mich auf Intel-Macs und OS X Tiger.

Ich möchte vorab noch erwähnen, dass es im Web jede Menge Beschreibungen gibt, die dies als sehr einfachen und unkomplizierten Vorgang darstellen. Ich konnte deren Vorgangsweise aber nicht immer praktisch nachvollziehen. Das Backup der Daten war dabei nicht das Problem – aber wenn es darum ging, von der gesicherten Partition zu starten, erwies sich OS X mitunter als ganz nett bockig. Am meisten hat mich verwundert, dass man während des laufenden Sicherungsvorganges weiter arbeiten konnte – das ist für Backups so gut wie immer ein Problem. Und siehe da, der Schein trog, denn das so erstellte Backup war nicht zuverlässig. Damit zu den konkreten Schritten:

Backup (Datensicherung)

  • Wechsel in den „sicheren Systemstart“: Dazu startet man den iMac neu und hält beim Hochfahren des Computers die Shift-Taste gedrückt.
  • Anmeldung und Öffnen des Festplattendienstprogrammes
    Backup Macinstosh HD auf externe Festplatte
  • Falls noch nicht vorhanden: Auf der externen Festplatte eine HFS+ Partition mit GUID-Bootsektor einrichten. Diese sollte möglichst genauso groß sein, wie die zu sichernde Partition – keinesfalls aber kleiner. GUID ist wichtig, damit die externe Platte dann auf Intel-Macs auch startet.
    GUID-Partition für Backup der Machintosh_HD anlegen
  • Zurück im Festplattendienstprogramm/Wiederherstellen: In das Feld Quelle ziehe man die aktuelle Macintosh HD und in das Feld Zielmedium, die Partition der externen Platte.
    Hier bitte aufpassen – wenn man Quelle und Ziel verwechselt, überschreibt man sich die aktuellen Daten mit einer veralteten oder leeren Kopie!
  • Dann setze man noch das Hackerl Zielmedium löschen und mit Klick auf Wiederherstellen (sic! auch wenn’s unlogisch klingt) wird das Backup gestartet.
  • Während des Sicherungsvorganges lasse ich den Mac gerne in Ruhe – alle Programme außer dem Festplattendienstprogramm sind geschlossen. Das Kopieren auf die externe Harddisk dauert – ca. 4 Stunden für 200 GB.

Restore (Datenwiederherstellung)

Das so erstellte Sicherungsmedium kann nun ganz normal an einen Mac angesteckt werden und die darauf befindlichen Daten genützt werden. Wenn man das so machen will (um z.B. nur eine einzelne Datei wiederherzustellen) gibt’s nichts mehr dazu zu sagen: anstecken, kopieren (auf die Richtung achten!) und au.

Was aber im Desasterfall, wenn der ganze iMac futsch ist und ich nur noch diese externe Platte habe und nun auf einem geliehenen oder Ersatzgerät weiterarbeiten möchte – natürlich mit den Anwendungen meines Gerätes und den Einstellungen, so wie ich sie hatte?

Hier müssen wir die externe Platte als Startmedium zum Booten verwenden. Und das ist ein etwas längere Geschichte:

Die wie oben erstellte Kopie hatte zumindest bei mir einige Fehler geerbt: Die Rechte auf einigen Dateien waren nicht ok, und mussten erst mit dem Punkt Volumenszugriffsrechte reparieren (Festplattendienstprogramm) in Ordnung gebracht werden. So lange das nicht gemacht wurde, scheinen beim Starten kryptische Meldungen auf wie mDNS- und Airport-Treiber Fehler. Um wiederum diesen Punkt ausführen zu dürfen, muss zuerst im Finder(!) die Option für das Ignorieren der Eigentümer entfernt werden.

Mac OS X Eigentümer auf diesem Volumen ignorieren

Aber das muss nicht immer auftreten.

Um die Sicherungskopie im Desasterfall also zu nützen

  1. Stecke man die Platte an den Firewireport eines beliebigen Intel-Macs und versorge sie mit Strom.
  2. Dann starte man den Mac und halte die Alt-Taste gedrückt. So kommen wir in das Menü zur Auswahl der Startvolumen.
  3. Nun Wechsel des Drückefingers auf die Shift-Taste und Auswahl mit der Maus (oder Pfeiltasten+Enter) der externen Platte zum Starten. Bei weiterhin gedrückter Shift-Taste fährt das System im Sichern Modus hoch.

Nutzbar ist in diesem Modus so ziemlich alles: Lokale Anwendungen (iPhoto) genauso wie solche die auf das Netz zugreifen (Mail, Firefox).

Best Practice

Wie immer wenn es um Backups geht: testen, testen und nochmals testen ob die Sicherungskopien auch nutzbar sind.

http://www.macmaps.com/backup.html#CLONE

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3 Kommentare

  1. wenn du deine platte clonen möchtest, also ein bootbares total backup anfertigen willst. benutze einfach den „ccc“ http://www.bombich.com/software/ccc.html

    damit ist es kinderleicht.


  2. Hallo chris,
    danke für den Kommentar – ich werde dieses Werkzeug bei nächster Gelegenheit testen – die Homepage von „ccc“ wirkt vielversprechend.


  3. ok chris hatte recht: CCC ist definitiv das bessere Tool; hab eine Kopie mit CCC gezogen, bevor ich auf Leopard umgestiegen bin. Soweit sich das in meinem Umfeld hat testen lassen, war diese Kopie sauber.

    Testszenario:
    1. Kopie mit CCC vom iMac (Tiger) auf externe Firewire Platte gezogen
    2. Booten von dieser externen Platte auf einem MacBook – keine Probleme, startet gut und zwar im normalen (Multiuser) Modus. Ich kann nahtlos dort weiterarbeiten.



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