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Ein kleiner, feiner Systemmonitor

22. Juli 2007

Nagios auf einer Soekris Box – geht das?

Die kurze Antwort – ja es geht! Die längere: Ja es geht aber, … Doch berichten wir der Reihe nach.

Nagios, der Open Source Monitor für alles was irgendwie elektrisch messbar ist läuft wie man weiss auf jeder Art von UNIX. Die üblichen Plattformen sind Server – seien sie nun virtuell oder physische Kraftbrocken. Bei vielen Implementation würde man mit einem Pentium III und 128 MB Arbeitsspeicher auskommen – damit lassen sich hunderte Hosts überwachen. Doch so einen Server wird man kaum noch bekommen, weshalb man öfter mal auf virtuelle Server umsteigt. Und hier beginnt das Problem, denn der Systemmonitor als Alarmanlage der IT sollte so unabhängig wie nur möglich betrieben werden.

Wo ist hier der Lüfter?

Also machte ich mich auf die Suche nach einer Hardware, die supereinfach und stabil konstruiert ist. Das heißt: Keine Lüfter, keine Festplatten, keine unnötigen Steckkontakte und minimaler Stromverbrauch, so dass wir das Ding aus einem Akku betreiben können. Fündig wurde ich bei Soekris, einer Plattform mit Zielgruppe Netzwerdevices.

Nagios Box Hardware (in meinem Büro in Wien)

Software

Auf der Box wird ein Linux installiert und Nagios 3.0 das zur Zeit als Alpha Version vorliegt. Dazu kommen die rrdtools und drraw für die Trendanalyse und einige angepasste Nagios-Plugins.
Nagios Box Software

Erfahrungen

Die ersten Erfahrungen sind gemischt: Eine kleine Anzahl von Hosts und Diensten lässt sich damit überwachen. Bei ca. 10 Hosts a 5 Services steht die CPU-Auslastung bei 80% und die Load klettert auf über 1. Leider ist in der Nagios-Alpha ein Bug, der verhindert, dass der embedded Perl-Interpreter kompiliert wird. Somit sind wir auf das externe Perl angewiesen und das kostet eben hübsch Performance.

Stabilität

Mit rrdtool und drraw scheint die Last auf Dauer zu heftig zu sein – alle 2 Wochen stürzt das System ab. Das ist nicht akzeptabel. Nimmt man die Komponenten für die Trendanalyse der Box wieder ab und lässt nur das Nagios darauf laufen, so läuft das System wie ein Glöckerl – über Monate hinweg. Und nebenbei hostet es auch noch meinen Mailserver am Wiener Standort.

Weitere Tests wären spannend, wenn der EPN-Interpreter des Nagios wieder kompilierbar ist – das ist er in der derzeitigen Alphaversion von Nagios 3 nicht.

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6 Kommentare

  1. Hallo, ich hatte auch genau an solch einer Sache mal ein wenig getestet, leider konnte ich meine Version nicht so wirklich lange testen, Hatte jedoch den ersten eindruck und der war bei mir auch nicht so berauschend, hatte mit voyage linux als host gearbeitet, mich würde ja schon interessieren welches Linux System du im Einsatz hattest und allgemeines zu deiner Konfiguration.

    Ich würde es sogar in der tat ohne rrd usw betreiben, würde mir nur die daten von nagios in remote Datenbanken eintragen lassen wollen.

    Also wie gesagt würde mich da über Infos freuen.


    • Hallo,
      ich verwenden auch auf diesem System den Ubuntu Server in dessen Standardinstallation. Konkret handelte es sich um die Version 6.06LTS. Bis auf Nagios, das ich selber kompiliere, installiere ich alles mit apt. ZUgriff erfolgt über ssh, in Ausnahmefällen stecke ich einen 12″ Monitor an.


      • hi lanti, ich habe auch erst an ein Standart Debian gedacht, aber dafür ist die CPu nundoch etwas klein, hattest du da keine probleme ?

        lese mich gerade hier ein http://imedialinux.com

        leider kein Compiler und Co. wil nachher mal nen minisystem aufsetzen und schauen was ich alles mit chroot anstellen kann…


      • Nein, keine Performanceprobleme – ich hab aber die Checkscripts im ePN (embedded Perl Nagios) laufen gelassen.


      • Hi, das wird ja noch nen Forenbeitrag. :)

        Du hast das aber alles auf einer kleinen CF Karte installiert? Oder hast du da noch ne Festplatte eingebaut?


      • nein, keine HD. Alles auf einer CF – der Ubuntu-Server (6.06 LTS) hat so um die 600 MB – das geht sich auf einer 1GB-Karte schön aus.



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